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Ein Bot von null bis laufend

Sechs Schritte durch die Maske. Alle sechs Bot-Typen benutzen dieselbe Anordnung — nur der mittlere Block mit den strategie-eigenen Einstellungen unterscheidet sich. Wenn du das einmal gemacht hast, kannst du es für jeden Typ.

Was am Ende dabei herauskommtSchaubild
Schritt 1 · Typ wählen1 von 6

Über Trading Bots in der oberen Leiste kommst du zur Bot-Verwaltung, dort auf „Neuer Bot". Du siehst sechs Karten: Grid, DCA, Confluence Engine, Scout Engine, Donchian Channel und Quorum Engine.

Welcher zu dir passt, steht nicht hier, sondern in der Bot-Übersicht — dort hat jeder einen Steckbrief mit Stärken und mit den Marktphasen, in denen er verliert. Lies den zweiten Teil. Er ist der wichtigere.

Schritt 2 · Markt und Zeitraum2 von 6
FeldWas du einträgst
CoinDer Markt, auf dem der Bot arbeiten soll
ZeitraumVon–bis für den Backtest. Je länger, desto mehr Marktphasen stecken drin
Kerzen-TF (Backtest)Auf welcher Zeitebene gerechnet wird
Timeframe (Entry)Auf welcher Ebene der Bot später seine Einstiege entscheidet
NameFrei wählbar — nimm etwas, das du in drei Wochen noch zuordnen kannst

Nimm beim Zeitraum nicht nur die letzten vier Wochen. Ein Bot, der nur eine einzige Marktphase gesehen hat, ist auf genau diese Phase eingestellt — und die ist als nächstes vorbei.

Schritt 3 · Einsatz, Hebel, Gebühren3 von 6
FeldBedeutung
Betrag (USDT)Womit der Bot arbeitet
HebelVervielfacht Gewinn, Verlust und das Liquidationsrisiko
Maker-Gebühr (%)Fällt an, wenn eine Limit-Order im Buch liegt und gefüllt wird
Taker-Gebühr (%)Fällt an, wenn sofort zum Marktpreis gehandelt wird
Slippage (%)Aufschlag für die Ungenauigkeit der Ausführung
Take Profit / Stop Loss (%)Ziel und Stop je Geschäft
Gebühren nicht auf null stellen. Es ist verlockend, weil das Ergebnis sofort besser aussieht. Aber ein Bot mit vielen kleinen Geschäften lebt oder stirbt an der Gebühr — ein Backtest ohne sie beantwortet die falsche Frage. Die Voreinstellung entspricht den echten Sätzen.

Die Maske zeigt dir zwei Hilfszahlen mit: Sicherer Hebel — welcher Hebel den schlimmsten Kursrutsch im gewählten Zeitraum überstanden hätte — und Benötigtes Startkapital. Beide sind Schätzungen aus der Vergangenheit, keine Garantie, aber sie bewahren vor den offensichtlichen Fehlern.

Schritt 4 · Backtest4 von 6

Ein Klick, und die Einstellung läuft gegen den gewählten Zeitraum. Unter Backtest-Ergebnis stehen Ergebnis nach Gebühren, Trefferquote, Profit-Faktor, Anzahl der Geschäfte und MaxDD% — der größte Rückgang.

Sieh zuerst auf MaxDD% und auf die Anzahl. Ein Ergebnis von +40 % ist wertlos, wenn zwischendurch die Hälfte des Kontos weg war — real hättest du vorher abgeschaltet. Und eine Trefferquote von 80 % aus zwölf Geschäften ist eine Anekdote, keine Statistik.

Über Einzelne Trades anzeigen klappst du die Liste auf. Das lohnt sich: Oft hängt das ganze Ergebnis an zwei, drei Ausreißern — und dann weißt du, dass die Zahl darüber nichts bedeutet.

Schritt 5 · Top-50 und die Gegenprobe5 von 6

Statt von Hand zu probieren, rechnet der Optimizer die Kombinationen systematisch durch und legt die besten fünfzig als Tabelle vor. Ein Klick übernimmt eine Zeile in die Maske.

Der Lauf dauert je nach Markt und Zeitraum von einigen Minuten bis zu einer knappen Stunde. Er läuft auf dem Server weiter, auch wenn du den Tab schließt.

Die Zeile aus der Top-50 ist kein Ergebnis, sondern ein Vorschlag. Wer hunderttausend Kombinationen durchprobiert, findet zwangsläufig welche, die rückblickend gut aussehen — auch rein zufällig. Warum das so ist und was dagegen hilft, steht ausführlich auf der Seite zu Backtest & Optimizer.

Die eine Gegenprobe, die sich wirklich lohnt: Nimm deine Einstellung und lass sie auf drei, vier anderen Märkten laufen. Hält sie dort ungefähr, hast du vermutlich etwas Echtes gefunden. Bricht sie überall außer auf dem einen Coin zusammen, hat sie dessen Vergangenheit auswendig gelernt. In der mobilen Fassung heißt dieser Schritt Korb-Auswertung.

Schritt 6 · Demo-Bot oder Live-Bot6 von 6

Demo-Bot

Handelt mit Spielgeld auf echten Live-Kursen. Die Mechanik ist dieselbe wie live, nur ohne Geld. Hier fängst du an — und zwar für mehrere Wochen, nicht für einen Nachmittag.

Live-Bot (MEXC)

Setzt echte Aufträge auf deinem eigenen MEXC-Konto ab. Braucht dort hinterlegte Zugangsdaten. Das ist echtes Geld mit echtem Verlustrisiko — und ausdrücklich deine Entscheidung.

Ist er angelegt, erscheint er als Karte im Bots-Panel rechts: Zustand, Ergebnis, Anzahl der Geschäfte und ein rollendes Protokoll seiner letzten Entscheidungen. Stoppen und Bearbeiten geht direkt an der Karte.

Wenn er scheinbar nichts tut: Das ist meistens richtig so — die meisten Strategien warten die längste Zeit. Im Reiter System-Logs unter dem Chart siehst du, was er gerade denkt und warum er nicht einsteigt.

Wie du beurteilst, ob er etwas taugt

Nicht am Gewinn nach drei Tagen. Die Fragen, die wirklich etwas aussagen:

  • Hat er schon eine schlechte Phase gesehen? Wenn nicht, weißt du nichts über ihn. Ein Bot, der nur in einem Aufwärtstrend lief, hat noch keine Prüfung bestanden.
  • Wie tief war sein größter Rückgang — und hättest du das ausgehalten? Nicht rechnerisch, sondern nervlich.
  • Verdient er in beide Richtungen? Die Aufteilung nach Long und Short zeigt, ob er eine Strategie hat oder nur den Markt mitgenommen hat.
  • Wie viele Geschäfte stehen hinter der Zahl? Unter etwa dreißig ist jede Trefferquote Zufall.
  • Hält er auf anderen Märkten? Die aussagekräftigste Einzelprüfung überhaupt.
Kein Bot gewinnt immer. Jeder der sechs hat Marktphasen, in denen er verliert — deshalb steht das auf jeder Bot-Seite ausdrücklich drin. Lass ihn lange genug laufen, um eine davon gesehen zu haben, bevor du ihm etwas anvertraust.